Mitgliederversammlung

2018

Bericht über die Jahreshauptversammlung 2018 des Roisdorfer Gewerbevereins.

In der traditionsreichen Roisdorfer Gaststätte „Marktschänke“, im Sichtfeld des Roisdorfer DB-Bahnhofs, hatte der Gewerbeverein Roisdorf seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahl eingeladen.

Auf Einladung des Gewerbevereins erläuterte zu Beginn der Abendveranstaltung der CDU-Landtagsabgeordnete (MdL) Oliver Krauß den Mitgliedern und Gästen die landespolitischen Perspektiven für Gewerbe, Handel und Infrastruktur. Oliver Krauß: „Entscheidend für richtige Ergebnisse ist, die landespolitischen Zielsetzungen – unnötige oder unwirksame, aber für Unternehmer oder Gründer belastende Regelungen abzuschaffen – mit den Expertisen, die wir bei uns vor Ort haben, konsequent abzustimmen.“

MdL Oliver Krauß (links) informiert die Roisdorfer Unternehmer

 Im Fokus seines Vortrages stand insbesondere der Ausbau und die Gestaltung des Roisdorfer Bahnhofs und seines Umfeldes, die Stärkung des örtlichen Handels durch eine Novellierung der Ladenöffnungszeiten und durch die Deckelung der Gewerbesteuer-Hebesätze.

Herr Krauß unterstrich die Dringlichkeit, den Bahnhof Roisdorf attraktiver zu machen. Das gilt nicht nur für das Angebot an Zugverbindungen, sondern vor allem um einen Ausbau für Mobilitätseingeschränkte und eine Modernisierung des gesamten Bahnhofsgeländes. Krauß: „Wir brauchen dafür Mittel von Bund und Land, das in sogenannten Modernisierungsoffensiven verteilt wird. Um diese Gelder gibt es jedoch eine sehr große Konkurrenz, da viele Bahnstationen nicht mehr die Anforderungen der heutigen Zeit genügen. Wichtig ist somit, gemeinsam mit allen in Politik und Gesellschaft Engagierten die Notwendigkeit des Bahnhofsausbaus zu verdeutlichen. Dafür setze ich mich ein.“

Schon kurzfristig gehe es darum, die Lärmschutzsanierung für die sensiblen Anwohnerbereiche (Mainzer Straße, Güterbahnhof- und Custorstraße) einzufordern und zu realisieren. Mit dem Konsens zu den Geobasisdaten sind Hausaufgaben gemacht worden, jetzt geht es um die Ergebnisse. Dazu steht Oliver Krauß in vielfältigen Gesprächen mit der Deutschen Bahn, nicht zuletzt mit dem Konzernbevollmächtigen der DB für das Land Nordrhein-Westfalen, Herrn Werner Lübberink. 

In puncto Ladenöffnungszeiten-Gesetz erläuterte der CDU-Landtagsabgeordnete die Herstellung planerischer Rechtsicherheit als „ein zentrales Ziel“. Dahinter stehe die Grundsatzfrage, den Sonntagsschutz – „den wir wollen, den unsere Familien brauchen, der zu unserer christlich geprägten Kultur gehört“ – mit den gesellschaftlich-wirtschaftlichen Perspektiven zu vereinbaren. Diese stehen „unter dem Druck“ sich wandelnder Verbraucherwünsche, eines „Rund-um-die-Uhr-Angebotes“ des Onlinehandels, des mittelständischen Bedarfs, neue Impulse für die Konkurrenzfähigkeit zu gewinnen. Wenn im Internethandel der Sonntag einer der umsatzstärksten Wochentage ist, muss auch der örtliche Handel eine Möglichkeit erhalten, an einigen Sonntagen im Jahre zu öffnen. Die regulären Gottesdienstzeiten sollen dabei aber weiterhin respektiert werden. Weiterhin müssen auch die Familien im Blick bleiben.

In die Sichtlinie, Entlastungen für die Gewerbetreibenden verantwortlich zu strukturieren, gehören auch landespolitische Pläne, eine negative Logik der „Gewerbesteuer-Hebesätze“ aufzulösen, die mit abträglichen Anreizen vielerorts „eine Steuererhöhungsspirale in Gang gesetzt hat“. 

Mit großem Interesse verfolgten die Roisdorfer Unternehmer den Ausführungen des Landtagsabgeordneten Oliver Krauß und ergänzten den Vortrag mit Beiträgen aus ihrem Firmenalltag.

Gewerbevereinsvorsitzender Harald Stadler dankte Herrn Krauß für seine ausführlichen Informationen über die Arbeit des Düsseldorfer Landtages und drücke seine Hoffnung aus, dass die angesprochenen Themen sicherlich bald zu einem für alle Seiten guten Ergebnis führen könnten, wenn denn auch so im Landtag entschieden werde.   

Oliver Krauß und der Gewerbeverein in Roisdorf werden den Gedankenaustausch lebendig fortsetzen, um die Entwicklungen vor Ort im Blick zu behalten und die Einflussmöglichkeiten des Landes zu nutzen als „Dialog für richtige, effektive Resultate“.

Die Kenntnisnahme des Geschäftsberichtes 2017 verbunden mit dem Bericht der Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes erfolgte anschließend. Ferner informierte Harald Stadler die Mitglieder über die geplanten Veranstaltungen im laufenden Jahr 2018.

So findet in diesem Jahr am dritten Märzwochenende wieder ein Frühlingsfest, verbunden mit dem „Blaulichttag“ der Bornheimer Rettungsdienste, statt. Im Juni laden die Roisdorfer Mineralquellen GmbH zum beliebten Brunnenfest ein, und für seinen Herbst Event unternimmt schon jetzt der Vorstand die ersten Vorbereitungsschritte, um mit dem zweitägigen Martinimarkt vor dem Möbelhaus PORTA das Vereinsjahr erfolgreich abschließen zu können.

Nach einer lebhaften, interessanten Diskussionsrunde übernahm dann Oliver Krauß gerne die Leitung der Vorstandsneuwahlen.

Einstimmig gewählt wurden zum:

Vorsitzender:                Harald Stadler

Stellv. Vorsitzender:      Elmar Reiffert

Kassenwart:                  Ulrich Lütz

Schriftführerin:             Simone Wexeler

und die weiteren Vorstandsmitglieder: 

Astrid Anders, Vasillios Barmbas und Wolfgang Buerstedde

2017

Als Gastredner konnte der Roisdorfer Gewerbeverein auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung Herrn Dr. Wolfgang Haensch begrüßen, der in seiner Vortrag „Stadtmarketing Bornheim: 14 Ortsteile – 1 Marke“ über den aktuellen Sachstand des Bornheimer Stadtmarketingprozesses die Roisdorfer Unternehmer informierte.

Herr Dr. Haensch stellte die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage vor, die seine Firma CIMA im Auftrag der Stadt Bornheim durchgeführt hatte, einschließlich der Erkenntnisse aus den in 2016 stattgefundenen drei Bürgerforen. Die hieraus resultierenden Ergebnisse dienen als Grundlage für ein weitreichendes Kommunikationskonzept, welches in erster Linie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bornheimer Bürger stärken soll .

Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung informierte der Vorstand seine Mitglieder über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres. Besonders zwei Punkte wurden in der Mitgliederversammlung noch erläutert: Die Stellungnahme des Gewerbevereins zur geplanten Gewerbesteuererhöhung und zum Wasserlieferantenwechsel.

Gerade hier hatte sich der Vereinsvorstand in Vertretung seiner Großabnehmer gegen einen Lieferantenwechsel ausgesprochen und einen Bürgerentscheid initiiert, der aber ungültig war, weil fast 2/3 der abstimmungsberechtigten Bürger an der Abstimmung nicht teilnahmen. Nun sucht eine Arbeitsgruppe von Fraktionsvertretern mit dem Bürgermeister nach einer für alle Seiten tragbaren Lösung. Dazu macht nun der Roisdorfer Gewerbeverein einen praktikablen

Kompromissvorschlag zum Trinkwasser:

Statt sich weiterhin um Prozentfragen zu streiten, wie viel mehr Trinkwasser zukünftig der Wahnbachtalsperrenverband (WTV) nach Bornheim liefern soll, könnte sich die Politik darauf verständigen, wie hoch die jährliche garantierte Abnahmemenge vom Wasserbeschaffungsverband Wesseling-Hersel (WBV) in den nächsten beiden Jahrzehnten sein soll. Wenn über diese Mengenfestabnahme mit dem WBV ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen wird, könnte dies der Ausweg aus der Sackgasse der seit drei Jahren strittigen Wasserfrage in Bornheim sein.

Da Bornheim eine wachsende Stadt ist, würde bei steigender Einwohnerzahl der Mehrverbrauch von Trinkwasser zugunsten des WTV gehen. Damit hätte man sicherlich beiden Seiten eine gesichtswahrende Entscheidung ermöglicht.

Ferner berichtete der Vorstand über die laufenden Vorbereitungsarbeiten zum nächsten Gewerbefest am 25. Juni 2017. Anmeldefrist für einen Stand auf dem Gewerbefest ist für Mitglieder der 15. Mai 2017. Freie Plätze können danach von externen Unternehmen gegen eine Pauschale gebucht werden.

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Roisdorfer Gewerbetreibende e.V.
Kontakt: Harald Stadler
Pützweide 9
53332 Bornheim-Roisdorf
Tel.: 0 22 22 - 92 25 73
post@gewerbeverein-roisdorf.de

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